Wieso Impfen 0–17?

Besonders Kleinkinder sind aufgrund ihres unreifen Immunsystems sowie vieler sozialer Kontakte, beispielsweise in der Kita, gefährdet, sich mit übertragbaren Krankheiten zu infizieren. Die meisten Infektionen im Kindesalter sind harmlos und gut behandelbar. Es gibt aber auch Krankheitserreger, die schwerste Erkrankungen hervorrufen können und mitunter auch tödlich verlaufen können. Zur Vorbeugung vieler dieser Erkrankungen empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) wirksame und gut verträgliche Schutzimpfungen. Immer häufiger erkranken neben Kindern auch Jugendliche an sogenannten „Kinderkrankheiten“ wie Masern, weil sie nicht oder nicht mehr über einen ausreichenden Impfschutz verfügen. Diese Seite informiert transparent, leicht verständlich und unabhängig auf Basis aktueller und gesicherter wissenschaftlicher Daten über Schutzimpfungen und impfpräventable Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter.

Was sind die Ziele von Impfen 0–17?

Sind Eltern oder Jugendliche unsicher, ob und gegen welche Krankheit es eine wirksame Impfung gibt, dann können sie sich auf diesen Seiten informieren. Dieses so erworbene Wissen soll dabei helfen, Impflücken zu schließen und Erkrankungen vorzubeugen. Dadurch wird einerseits ein besserer individueller Gesundheitsschutz erreicht. Ist man andererseits selbst geimpft, schützt dies auch andere Menschen vor Ansteckungen. Beides sind wichtige Ziele, die durch das vorliegende Informationsangebot erreicht werden sollen. Es ist auch ein Beitrag zum Gesundheitsziel „gesund aufwachsen“, das die Thüringer Landesgesundheitskonferenz beschlossen hat und mit dem seit 2015 geltenden Präventionsgesetz eine rechtliche Grundlage hat.

Wieso in Thüringen?

Daten des Robert Koch-Instituts zeigen, dass insbesondere bei Kindern aus Thüringen wichtige Impfungen oft zu spät oder gar nicht durchgeführt werden [1]. So lag zum Beispiel die Durchimpfungsrate für die Masernimpfung deutlich unter dem Bundesdurchschnitt. Unter den 15 Bundesländern, die gemäß den STIKO-Empfehlungen impfen, bildet Thüringen in der Altersgruppe der 2-Jährigen beim Impfschutz gegen Masern sogar das Schlusslicht [2]. Es gibt Landkreise, in denen die Durchimpfungsraten für bestimmte Impfungen seit Jahren rückläufig sind. Dieses Informationsangebot soll dazu beitragen, diesem negativen Trend entgegenzuwirken. Gleichzeitig soll der Gemeinschaftsschutz sowie der individuelle Schutz von Kindern und Jugendlichen durch stärkere Impfaufklärung und höhere Impfquoten verbessert werden.

Quellen (öffnen in neuem Fenster):
[1] Epidemiologisches Bulletin 01/17
[2] www.vacmap.de 14. September 2017