Wieso Impfen 18–59?

Viele junge Erwachsene und Berufstätige „in den besten Jahren“ wissen nicht, ob sie über einen ausreichenden Impfschutz verfügen. Dabei ist ein altersgerechter Impfschutz auch im Erwachsenenalter wichtig, um sich selbst sowie sein Umfeld effektiv vor impfpräventablen Krankheiten zu schützen. Vielen Erwachsenen ist auch nicht bekannt, dass auch sie an vermeintlichen Kinderkrankheiten wie Masern oder Keuchhusten erkranken können, zum Teil mit besonders schweren Verläufen. Gerade in einem Alter, in dem sich die meisten Menschen gesund fühlen und eher selten mit dem Thema Impfen konfrontiert sind, ist es deshalb wichtig, über den eigenen Impfschutz nachzudenken und die empfohlenen Impfungen vom Arzt auffrischen bzw. nachholen zu lassen.

Was sind die Ziele von Impfen 18–59?

Es geht vor allem darum, das Wissen von Erwachsenen über die in ihrem Alter relevanten impfpräventablen Krankheiten und die entsprechenden Schutzimpfungen zur Vorbeugung dieser Erkrankungen zu steigern. Dadurch sollen die Impfquoten für die von der STIKO empfohlenen Impfungen in Thüringen erhöht und damit ein besserer Gemeinschafts- und Individualschutz erreicht werden. Das vorliegende Informationsangebot leistet somit einen wichtigen Beitrag zum Gesundheitsziel „gesund leben und arbeiten“, welches von der Thüringer Landesgesundheitskonferenz beschlossen wurde. Es trägt damit auch dem 2015 in Kraft getretenen Präventionsgesetz Rechnung.

Wieso in Thüringen?

Auch in Thüringen traten bei Masernausbrüchen viele Erkrankungen vor allem bei Erwachsenen auf, die nicht über einen ausreichenden Impfschutz verfügten. Das WHO-Ziel, Masern als Infektionskrankheit zu eliminieren, ist damit in Thüringen noch immer nicht erreicht. Die Anzahl der Neuerkrankungen an Keuchhusten pro 100.000 Einwohner ist in Thüringen mit 24,9 mehr als doppelt so hoch wie der Bundesdurchschnitt (11,1) [1]. Der größte Teil der Erkrankungen tritt dabei in der Altersgruppe der 18 bis 59-Jährigen auf. Dieses Informationsangebot soll dazu beitragen, durch verbesserte Impfaufklärung und in der Folge höhere Impfquoten den Schutz von Erwachsenen in Thüringen vor impfpräventablen Erkrankungen zu verbessern. 

Quelle:
[1] Jahresbericht 2015 über die in Thüringen erfassten übertragbaren Krankheiten, Thüringer Landesamt für Verbraucherschutz.