Was ist FSME?

FSME ist eine Abkürzung und steht für Frühsommer-Meningoenzephalitis. Das ist eine Krankheit, bei der sich das Gehirn, die Hirnhäute und in seltenen Fällen sogar das Rückenmark entzünden. Ausgelöst werden die Beschwerden von Viren aus der Gruppe der Flaviviren. Sie sind verwandt mit den Erregern von Gelbfieber und Denguefieber und werden hauptsächlich durch Zecken übertragen. Diese wiederum infizieren sich durch Wildtiere, die das Virus häufig in sich tragen, aber nicht erkranken. Bei einem Stich geben die Zecken das Virus über ihren Speichel in die menschliche Blutbahn ab. Doch nicht jeder Betroffene erkrankt. Tatsächlich tragen die meisten Betroffenen das Virus in sich, ohne je Symptome zu entwickeln. Bei 30 Prozent aber treten Beschwerden auf, die häufig schwere Folgeschäden nach sich ziehen [1]. 

Quelle (öffnet in neuem Fenster): 
[1] Webseite des Robert Koch-Instituts.

Welche Symptome sind typisch?

Zu Beginn sind sich eine Grippe und FSME zum Verwechseln ähnlich: Kopf- und Gliederschmerzen, Fieber und Schlappheit sind typische Symptome. Bei einer FSME-Infektion treten sie meist ein bis zwei Wochen nach einem Zeckenstich auf. Manchmal kommen auch Schwindel und Übelkeit hinzu. Danach klingen die Beschwerden wieder ab, denn die Krankheit verläuft in zwei Phasen. Wer Glück hat, hat sie bereits nach der ersten überstanden. In vielen Fällen führt die Infektion jedoch zu einer schweren Entzündung der Hirnhäute (Meningitis), des Gehirns (Enzephalitis) oder des Rückenmarks (Myelitis), die in der Regel ein bis drei Wochen nach dem ersten Schub auftritt. Je nach Verlauf geht diese zweite Phase der Krankheit mit hohem Fieber, Übelkeit, Erbrechen, Nackensteifheit und neurologischen Ausfällen einher. Manchmal kommen Bewusstseinsstörungen, Desorientierung, Sprachstörungen, Lähmungen, Muskelzittern, Hör- und Schluckstörungen dazu, in Einzelfällen kann die Krankheit zum Koma führen.

Eine solche Entzündung ist ein lebensbedrohlicher Notfall und muss im Krankenhaus behandelt werden. Vor allem wenn die Atemmuskulatur betroffen ist, ist eine intensivmedizinische Behandlung nötig. Ist die Krankheit überstanden, kann es trotzdem noch monatelang zu Kopfschmerzen und Lähmungen kommen. Vor allem ältere Menschen leiden oft unter Spätfolgen, die nicht mehr ganz verschwinden. 

Ist die Impfung für mich sinnvoll?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt eine FSME-Impfung für alle Menschen, die in Risikogebieten wohnen. Ob Sie in einem Risikogebiet leben, können Sie hier überprüfen.
Zu den besonders gefährdeten Kreisen in Thüringen zählen Jena, Gera, Saale-Holzland-Kreis, Saale-Orla-Kreis, Saalfeld-Rudolstadt, Hild- burghausen, Sonneberg und der Landkreis Greiz.

FSME-Risikogebiete in Deutschland (2017)

FSME-Risikogebiete in Deutschland zweitausendsiebzehn. Die Grafik zeigt eine Deutschlandkarte, in der die Risikogebiete für eine FSME-Infektion durch einen Zecken-Stich markiert sind. Dazu gehören auch Gebiete in Süd-Thüringen. Diese Karte wird von dem Robert Koch-Institut jährlich erstellt und wird auf der Webseite www.rki.de veröffentlicht.

Nach der Grundimmunisierung sollten Erwachsene ihren Impfschutz alle drei bis fünf Jahre auffrischen. Das gilt vor allem für Senioren. Zum einen, weil bei ihnen FSME oft besonders schwerwiegend verläuft. Zum anderen, weil gerade ältere Menschen oft nachlässig mit ihrem Impfschutz umgehen. Studien zeigen, dass zwei Drittel in der Altersgruppe über 60 Jahren über keinen ausreichenden Impfschutz verfügen. Gerade die Altersgruppe 60+ sollte ihre Impfungen daher genau im Auge behalten. 

Wie wird eine FSME-Infektion behandelt?

Bevor eine FSME-Infektion behandelt werden kann, muss zunächst die Diagnose abgesichert werden. Aufgrund der uneinheitlichen Symptome ist das gar nicht so leicht. Klarheit bringt meist eine Blutuntersuchung, in der die Entzündungswerte und Antikörper überprüft werden. Auch eine Untersuchung des Hirnwassers kann nötig sein. Das Ergebnis zeigt eindeutig, ob eine Entzündung im zentralen Nervensystem vorliegt. Der Nachweis einer Infektion ist seit 2001 meldepflichtig, daher gibt es genaue Zahlen zu den Krankheitsfällen in Deutschland.

FSME-Erkrankungen in Deutschland

FSME-Erkrankungen in Deutschland zwischen zweitausendzwei und zweitausendsiebzehn. Die Grafik zeigt die Anzahl der FSME-Erkrankungen zwischen zweitausendzwei und zweitausendsiebzehn. In zweitausendsiebzehn gab es vierhundertvierundfünfzig FSME-Fälle. Die jährlichen Fallzahlen seit zweitausendzwei schwankten stark zwischen einem Minimum von einhundertfünfundneunzig im Jahr zweitausendzwölf und einem Maximum von fünfhundertsechsundvierzig im Jahr zweitausendsechs. Diese Zahlen werden vom Robert Koch-Institut erhoben.

Doch selbst wenn die Krankheit zweifelsfrei diagnostiziert ist: Eine spezielle Behandlung gibt es nicht. Alle Therapiemaßnahmen zielen darauf ab, die Symptome zu lindern und den Verlauf der Krankheit günstig zu beeinflussen. Absolute Bettruhe ist für Patienten Pflicht, Schmerzmittel können außerdem ihre Symptome lindern. Bei schweren Verläufen kann eine intensivmedizinische Betreuung nötig werden. Das gilt vor allem, wenn die Atemmuskulatur betroffen ist oder es zu Bewusstseinsstörungen kommt. Das betrifft etwa fünf Prozent der Betroffenen. Je nach Beschwerden kann es außerdem sinnvoll sein, schon früh mit krankengymnastischen, ergotherapeutischen oder logopädischen Maßnahmen gegenzusteuern. So lassen sich dauerhafte Sprach- und Bewegungsstörungen in vielen Fällen mildern oder verhindern. Nichtsdestotrotz brauchen über 40 Prozent der Betroffenen längerfristige Reha, um wieder auf die Beine zu kommen [1]. 

Wie ist die Prognose bei einer Infektion?

Es ist schwierig, präzise Aussagen zum Verlauf einer FSME-Infektion zu machen. Zu unterschiedlich fallen die Symptome aus, zu sehr unterscheiden sich die Varianten der Krankheit. In manchen Fällen heilt sie vollständig aus, vor allem Kinder überstehen sie oft ohne Folgen. In anderen endet sie tödlich oder mit schweren neurologischen Schäden wie Lähmungen, Krampfanfällen, Gleichgewichts-, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen. Generell haben Menschen über 60 Jahre die schlechteste Prognose: Ihr Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf mit entsprechenden Folgeschäden ist höher als beim Rest der Bevölkerung.

Die Prognose hängt aber auch von der Art der Entzündung ab: Bei einer Meningitis, also einer Hirnhautentzündung, bestehen die besten Chancen auf einen guten Ausgang. Oft heilt die Entzündung folgenlos aus. Patienten mit einer Kombination aus Gehirn- und Hirnhautentzündung (Meningoenzephalitis) leiden hingegen häufig unter schweren Verläufen und müssen mit dauerhaften Schäden rechnen. Bei ihnen kommt es zum Beispiel oft zu Störungen der Konzentrationsfähigkeit oder der Gedächtnisfunktion, der Koordination oder der Sprache. Die Enzephalomyelitis, also die Kombination aus Gehirn- und Rückenmarksentzündung, hat die schlechteste Prognose: Nur ein kleiner Teil der Betroffenen erholt sich vollständig, über 50 Prozent sind dauerhaft beeinträchtigt und die meisten Todesfälle kommen bei dieser Variante der Krankheit vor [1].

Quelle (öffnet in neuem Fenster): 
[1] Leitlinie FSME der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN)

FSME: Krankheitsvarianten bei Erwachsenen

Krankheitsvarianten bei Erwachsenen. Die Grafik zeigt drei unterschiedliche Krankheitsvarianten bei einer Infektion mit FSME. Zweiundsechzig Prozent der Infizierten erleiden eine Hirnhautentzündung, achtunddreißig Prozent eine Entzündung des Gehirns und weniger als ein Prozent eine Entzündung des Rückenmarks oder des Knochenmarks.

Kann ich mich vor FSME schützen?

Es gibt zwei Wege, sich vor einer Infektion mit FSME zu schützen. Der erste führt über eine Impfung, die selbst in Risikogebieten einen nahezu hundertprozentigen Schutz gewährleistet [1]. Der zweite besteht darin, sich vor Zeckenbissen zu schützen. Zum Beispiel durch folgende Vorsichtsmaßnahmen:

  • Das Meiden von Wiesen, Unterholz, hohem Gras, Feldern und Wäldern. Zecken mögen es schattig und etwas feucht. Sie lauern in Bodennähe und am Wegesrand und lassen sich nicht, wie häufig angenommen, von Bäumen fallen.
  • Eine vollständige Bedeckung des Körpers beugt Zeckenbissen vor, besonders wenn sie an den Beinen keine Hautstellen offen lassen. Dafür hilft es, die Socken über die Hosenbeine zu ziehen oder Gummistiefel zu tragen. Das erschwert es den Tieren, zur Haut durchzudringen. Zecken klettern bis zu 1,50 Meter.
  • Insektenabweisende Mittel, sogenannte Repellentien, unterstützten den Schutz. Sie halten nicht nur lästige Stechmücken, sondern auch Zecken für eine Weile fern.
  • Nach jedem Ausflug in die Natur sollten Sie sich sorgfältig auf Zecken absuchen. Da sie vor allem dünne, zarte Hautstellen mögen, sollten vor allem Kniekehlen, Bauch- und Brustbereich sowie der Schritt überprüft werden.

All diese Maßnahmen können jedoch nur das Risiko für einen Zeckenstich reduzieren und keine absolute Sicherheit bieten. Das kann nur eine Impfung leisten. Doch selbst wenn Sie geimpft sind, können die Vorsichtsmaßnahmen sinnvoll sein. Schließlich übertragen Zecken auch andere Krankheiten wie Borreliose, gegen die leider kein Impfschutz existiert. 

Quelle (öffnet in neuem Fenster):
[1] Webseite des Robert Koch-Instituts.

Was ist die FSME-Impfung?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert Koch-Instituts empfiehlt eine FSME-Impfung für alle Personen, die in einem Risikogebiet wohnen oder dorthin reisen. Grundsätzlich ist die Impfung unter diesen Bedingungen für alle Altersgruppen zu empfehlen. Menschen ab 50 sollten sich aber bewusstmachen, dass sie ein deutlich höheres Risiko für schwere Krankheitsverläufe mit massiven Folgeschäden haben. Für sie ist die Impfung daher besonders wichtig. Für alle, die in Risikogebieten leben, ist die Impfung kostenlos. Bei Reisen in ein Risikogebiet zahlen manche Kassen, andere nicht.

Der Impfstoff regt den Körper dazu an, Antikörper zu bilden. Diese schützen ihn, falls er später einmal in Kontakt mit echten Erregern kommt. Es handelt sich also um eine aktive Impfung. Besteht der Impfschutz, ist er extrem zuverlässig und schützt fast zu 100 Prozent [1].

Bis es soweit ist, sind drei Impftermine nötig. Bei der Grundimmunisierung erfolgen die ersten beiden Impfungen im Abstand von ein bis drei Monaten. Schon ein bis zwei Wochen nach der Impfung ist der Körper recht gut vor der Krankheit geschützt. Vollständig hergestellt ist der Impfschutz aber erst nach der dritten Impfung, die neun bis zwölf Monaten später stattfindet. Danach besteht für einige Jahre ein zuverlässiger Schutz gegen die Krankheit. Die STIKO empfiehlt Erwachsenen, die Impfung alle drei bis fünf Jahre auffrischen lassen.

Übrigens: Wer eine Infektion überstanden hat, ist immun gegen den Erreger. Experten empfehlen trotzdem, den Impfschutz einige Jahre nach einer Infektion zu erneuern, denn es gibt keine genauen Untersuchungen, wie lange die Immunität bestehen bleibt.

Quelle (öffnet in neuem Fenster): 
[1] Webseite des Robert Koch-Instituts.

Kann man auch nach einem Zeckenstich noch impfen?

Eine aktive Impfung kann eine Infektion mit größter Wahrscheinlichkeit nicht verhindern, weil ein sicherer Schutz erst nach zwei Teilimpfungen erreicht wird. Selbst in Risikogebieten ist die Infektionsgefahr nicht so hoch, dass sie eine prophylaktische Impfung rechtfertigen würde. Außerdem würde die durch die Impfung ausgelöste Antikörper-Bildung die Diagnose von FSME erschweren. Deshalb wird in Deutschland nur in Ausnahmefällen nach einem Zeckenstich geimpft. 

Wie oft soll gegen FSME geimpft werden?

Da die Schutzdauer der FSME-Impfung begrenzt ist, empfiehlt die STIKO Wiederholungsimpfungen im Abstand von drei bis fünf Jahren. Die Grundimmunisierung umfasst drei Impfungen und wird für alle Bewohner von Risikogebieten und vor Reisen in selbige empfohlen. Auch ungeimpfte Erwachsene müssen zunächst grundimmunisiert werden, bevor das 3- bis 5-Jahres-Intervall gilt. Dazu erhalten sie drei Spritzen. Die ersten beiden im Abstand von ein bis drei Monaten, die dritte neun bis zwölf Monate später. Wer bereits grundimmunisiert ist, kann die Impfung einfach auffrischen lassen. Schon eine Spritze genügt in der Regel, um den Impfschutz wieder herzustellen.

Was ist, wenn ich mich kurzfristig schützen muss?

Gerade vor Reisen ist oft nicht genug Zeit für eine umfassende Grundimmunisierung. Für diesen Fall ist eine Schnellimmunisierung die beste Wahl. Auch dabei wird dreimal geimpft, allerdings in kürzeren Abständen. Bei 90 Prozent der geimpften Personen lassen sich bereits 14 Tage nach der zweiten Impfung Antikörper gegen FSME nachweisen. Abhängig vom jeweiligen Impfpräparat ist die zweite Impfung sieben bzw. 14 Tagen später fällig. Allerdings gilt auch hier: Ein vollständiger Impfschutz besteht erst nach der dritten Impfung, die je nach Präparat nach drei Wochen oder fünf bis zwölf Monaten erfolgt. Übrigens: Verschiedene Impfungen für verschiedene Weltregionen sind nicht nötig. Die in Deutschland zugelassenen Impfungen wirken gegen alle drei FSME-Subtypen: den europäischen, den sibirischen und den fernöstlichen Subtyp. 

Ist die FSME-Impfung sicher?

Wie alle Arzneimittel durchläuft auch der FSME-Impfstoff ein strenges Zulassungsverfahren. Bevor ein Impfstoff in Deutschland verwendet werden darf, müssen die Hersteller Sicherheit und Wirksamkeit in umfangreichen Studien nachweisen. Bevor die erste Impfung bei Ihrem Hausarzt landet, wurde sie bereits an über 10.000 Freiwilligen getestet. Auch nach der Zulassung erfolgen weitere Prüfungen, um eine dauerhafte Sicherheit der Impfstoffe zu gewährleisten. Hinzu kommt, dass der FSME-Impfstoff bereits seit vielen Jahren zum Einsatz kommt und in dieser Zeit erheblich weiterentwickelt wurde. Wirksamkeit und Sicherheit sind hoch. 

So wird ein Impfstoff geprüft

So wird ein Impfstoff geprüft. Die Graphik zeigt die verschiedenen Stufen der Prüfung von Impfstoffen durch das Paul-Ehrlich-Institut. Bevor ein Impfstoff zugelassen wird, wird dieser zuerst an Tieren und zuletzt an bis zu 10000 Menschen getestet auf Wirksamkeit, Sicherheit und Effektivität. Selbst nach der Zulassung werden Impfstoffe im Einsatz überwacht.

Was sind die Nebenwirkungen der FSME-Impfung?

Nebenwirkungen der FSME-Impfung sind möglich, aber normalerweise harmlos und gehen schnell vorüber. Nahezu jeder kennt Begleiterscheinungen des Impfens wie Rötungen oder Schwellungen an der Einstichstelle. Auch Symptome wie Abgeschlagenheit, Kopf- oder Gliederschmerzen können auftreten. Dies sind Anzeichen dafür, dass sich der Körper mit der Impfung auseinandersetzt und einen Schutz aufbaut. Jeder Impfstoff kann verschiedene Nebenwirkungen haben – abhängig ob es z.B. eine Grundimmunisierung oder eine Auffrischungsimpfung ist oder welcher Impfstoff von welchem Hersteller geimpft wird. Sollten Sie dazu Fragen haben, fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Die Nebenwirkungen klingen meist nach 1-3 Tagen wieder ab und sind weniger schlimm als die Symptome der FSME und deren möglichen Folgeschäden. Generell gilt, dass Impfungen sehr sicher sind und nur äußerst selten schwerwiegende Komplikationen auftreten.

Nebenwirkungen der FSME-Impfung

Abhängig vom Impfpräparat, Hersteller oder Grundimmunisierung oder Auffrischungsimpfung gibt es verschiedene Nebenwirkungen. Hier werden beispielhaft die sehr häufigen bis gelegentlichen Nebenwirkungen eines der zwei zugelassenen Impfpräparate dargestellt.

Nebenwirkung der FSME-Impfung. Die Grafik zeigt, dass bei mehr als zehn Personen von einhundert geimpften Personen Schmerzen an der Injektionsstelle auftreten können.  Bei etwa bis zu zehn Personen von einhundert geimpften Personen können Kopf- und Muskelschmerzen, Schwellung, Verhärtung und Rötung an der Injektionsstelle, Krankheitsgefühl, Erbrechen, verminderter Appetit, Müdigkeit und Unwohlsein, Unruhe, Schlafstörungen (bei jüngeren Kindern) und eventuell Fieber auftreten.  Bei weniger als eine Person von einhundert geimpften Personen können Lymphknotenschwellungen, Bauch – und Gelenkschmerzen und Schüttelfrost auftreten.

Das Auftreten von Nebenwirkungen muss sehr genau überprüft und ausgewertet werden. Nach internationalem Standard wird die Häufigkeit von Nebenwirkungen in folgende Kategorien unterteilt:

sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10 (also >10%),
häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100 (also 1–10%),
gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000 (also 0,1–1%),
selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000 (also 0,01–0,1%),
sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000 (also <0,01%),
Häufigkeit nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar.

Fazit:

Nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) gelten Teile Thüringens als Risikogebiet der FSME. Vor allem in den Kreisen Hildburghausen, Saalfeld-Rudolstadt, Saale-Holzland-Kreis, Saale-Orla-Kreis und Sonneberg sowie den Städten Gera und Jena besteht Ansteckungsgefahr. Menschen über 60 Jahre sind bei einer FSME-Infektion besonders gefährdet: Ihr Immunsystem ist schwächer und das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf deutlich erhöht. Nur eine Impfung bietet zuverlässigen Schutz vor der Krankheit. Für Bewohner und Bewohnerinnen von Risikogebieten ist die Impfung kostenlos.